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Bei Herzschwäche Eisenwerte im Blick behalten

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Wer unter einer Herzschwäche oder Herzkrankheit leidet, ist besonders gefährdet, einen Eisenmangel zu entwickeln. Ein chronisch niedriger Eisenwert wiederum kann die Herzschwäche verstärken und erhöht die Anfälligkeit für andere Krankheiten.

Menschen mit einer Herzschwäche (Insuffizienz) sollten deshalb regelmäßig ihre Eisenwerte überprüfen lassen, so die Experten der Deutschen Herzstiftung. Wird ein Eisenmangel festgestellt, helfen gängige Eisenpräparate in Pillenform hier meist nicht weiter, da ein Großteil der Insuffizienz-Patienten Eisen nicht in ausreichender Form über den Darm aufnehmen kann. Empfohlen wird eine intravenöse Eisenzufuhr.

Eisen im Blut ist essenziell für den Sauerstofftransport und die Energiegewinnung im Körper. Auch das Herz benötigt dieses lebenswichtige Spurenelement und ist von einem intakten Eisenmetabolismus abhängig. Ein großer Teil der Menschen mit chronischer Herzschwäche weist einen Eisenmangel auf, Patienten mit akuter Herzschwäche sind davon sogar noch stärker betroffen. Schätzungen zufolge leiden bis zu vier Millionen Menschen in Deutschland an einer Herzschwäche.

Anzeichen für einen Eisenmangel können sein: verminderte Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Blässe, entzündete Mundwinkel und Haarausfall. Liegt neben dem Eisenmangel auch noch eine Blutarmut (Anämie) vor, müssen hierfür die Ursachen abgeklärt werden, ein Blutverlust über den Magen- und Darmtrakt könnte hierfür der Grund sein.

© dpa-infocom, dpa:211130-99-203130/2


Text: dpa / Bild: Robert Günther (dpa) (01.12.2021)